RYU MORI
Ryu Mori Siegel
SUIZID
Roman · Japan · 2026

„Ich wollte kein Teil dieser Welt mehr sein. Aber die Welt war noch nicht fertig mit mir.“

Kimiko ist sechzehn. Schule ist für sie ein Ort des Terrors, das Zuhause keine Zuflucht. Als der Druck sie endgültig bricht, geht sie den letzten Schritt — doch ihre Geschichte endet dort nicht.

Klappentext

Suizid

„Ich wollte kein Teil dieser Welt mehr sein – aber die Welt war noch nicht fertig mit mir.“

Kimiko ist sechzehn Jahre alt. Schule ist für sie ein Ort des Terrors, das Zuhause bei ihrer eiskalten Mutter keine Zuflucht. Hinzu kommt, dass der ihr zugewiesene Sozialarbeiter eine Schwäche für junge Mädchen hat. Als der Druck Kimiko endgültig bricht, ist einzig die rebellische Yuyu an ihrer Seite, um mit ihr den letzten Schritt zu gehen.

Doch dort endet ihre Geschichte nicht. Nach dem Erwachen muss Kimiko sich einer viel schwierigeren Frage stellen: Wie lebt man weiter, wenn man bereits beschlossen hatte zu sterben?

SUIZID erzählt nicht vom Sterben. Sondern von dem, was danach kommt.

Verlag: KOYO

Buchdaten
ISBN978-3-98-291629-3
VerlagKOYO Verlag
Auflage1. Auflage 2026
FormatTaschenbuch/Print, E-Book (Kindle)
Umfang596 Seiten
SchlagworteMobbing · Missbrauch · Suizid und Suizidalität · Coming-of-Age · Japan · Yokai · Dark Fiction · Shakai-shōsetsu · queere Liebe · gewählte Familie · Mutter-Tochter-Konflikt · Gesellschaftskritik · Gesellschaftsroman
Cover© KOYO Verlag / Veil & Vandel
Aus der Leserunde

Was Leser:innen sagen

  • „Man hat nicht das Gefühl, einen Roman zu lesen. Es könnte auch eine Biographie sein.“

    — Etappenleser, Lovelybooks
  • „Der Schreibstil wirkt direkt und ungeschönt. Das macht die Lektüre nicht immer angenehm, aber eindringlich.“

    — Nina_Albert, Lovelybooks
  • „Kimiko hat mich in diesem ersten Teil ziemlich schnell gepackt.“

    — ANGEL, Lovelybooks
  • „Selten bekomme ich beim Lesen Bauchkrämpfe, selten habe ich Angst, weiterzulesen.“

    — marpije, Lovelybooks
  • „Für mich fühlt es sich an, als würde ich einen Manga lesen. Das Wording holt mich komplett ab.“

    — Ninikisuki, Lovelybooks
Extra

Trailer

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Leseprobe

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Hintergrund

Ijime — Mobbing in Japan

Der reale Kontext hinter Kimikos Geschichte: Zahlen, Ursachen und wie japanische Schulen mit Mobbing umgehen.

SuizidAz. SUI-2026-01–08

Ijime — Fakten & Zahlen

01

Was Ijime von westlichem Mobbing unterscheidet

Ijime findet oft in geschlossenen Klassenverbänden statt, die über Jahre stabil bleiben — Mitschüler:innen sind oft gezwungene soziale Partner, ein Ausweichen auf eine andere Gruppe ist strukturell kaum möglich. Während es in Deutschland meist um Konflikte zwischen Einzelnen oder kleinen Gruppen geht, steht in Japan häufig die ganze Klasse gegen eine einzelne Person. Studien zufolge werden nur etwa 10 % der tatsächlichen Ijime-Fälle erkannt oder gemeldet.

Quelle: Japanwelt.de, „Wenn Schweigen weh tut — Ijime in Japans Schulen“

Kultur des Schweigens

02

Wenn Erwachsene wegsehen

Berichten zufolge greifen Lehrkräfte und Schulverwaltungen nicht immer ein — in manchen Fällen wird die Dynamik durch ihr Verhalten sogar verstärkt, statt sie zu unterbinden. Betroffene stehen oft vor der Wahl, sich anzupassen und in der Gruppe zu verschwinden, oder sie selbst zu bleiben und das Risiko weiterer Ausgrenzung zu tragen.

Quelle: Suki Desu, „Ijime — Mobbing in Schulen in Japan“
03

Ein gesellschaftliches Thema seit den 1980ern

Ijime wird in Japan seit Mitte der 1980er Jahre als gesellschaftliches Problem wahrgenommen. Auslöser war 1986 der Fall des 13-jährigen Hirofumi Shikagawa aus Tokyo, der sich nach monatelanger Schikane durch Mitschüler das Leben nahm und einen Abschiedsbrief hinterließ. Der Fall erregte so viel öffentliche Aufmerksamkeit, dass die japanische Regierung Ijime erstmals offiziell als gesellschaftliches Problem anerkannte.

Quelle: sumikai.com, „Mobbing in Japan“
04

Wie verbreitet ist Ijime wirklich?

Japans Kinder- und Familienbehörde meldete für das Schuljahr 2024/25 rund 770.000 erkannte Mobbingfälle an Schulen und Fördereinrichtungen – den höchsten Stand seit Beginn der Erfassung. Rund 1.400 Fälle wurden als schwerwiegende Mobbingfälle eingestuft. Für denselben Zeitraum sind 526 Suizide unter Jugendlichen verzeichnet.

Quelle: Japans Kinder- und Familienbehörde (Kodomo Katei-chō), Schuljahr 2024/25
05

Warum bleibt so viel unausgesprochen?

Das japanische Sprichwort „Deru kugi wa utareru“ – „Der Nagel, der heraussteht, wird eingeschlagen“ – beschreibt einen Konformitätsdruck, der Andersartigkeit sanktioniert statt zu schützen. Dieser gesellschaftliche Mechanismus erschwert es Betroffenen, sich zu öffnen, und trägt mit dazu bei, dass Mobbing lange unentdeckt bleibt.

Quelle: gängige Redewendung, u. a. dokumentiert bei Suki Desu

Missbrauch durch Vertrauenspersonen

06

Missbrauch durch Vertrauenspersonen

Kimikos Geschichte im Roman — der übergriffige Sozialarbeiter — hat eine reale Entsprechung: Japans Bildungsministerium meldete für das Schuljahr 2023 einen Rekordwert von 320 disziplinierten Lehrkräften und Schulmitarbeitenden wegen sexueller Übergriffe, erstmals über der Marke von 300 Fällen.

Quelle: japanisches Bildungsministerium, zitiert nach Jiji Press/Reuters, Dez. 2024

Der Autor

07

Persönlicher Bezug des Autors

Ryu Mori hat japanische Wurzeln und hat Ostasienwissenschaften studiert, ist selbst aber in Deutschland geboren und aufgewachsen. Japan ist für ihn kein „vertrautes Elternland“, sondern ein Kulturraum, dem er sich – wie viele Menschen mit familiären Wurzeln in einem anderen Land – über Identitätssuche und Auseinandersetzung nähert.

Unterricht & Lesekreis

08

Fragen für Unterricht & Lesekreis

  • Was hätte Kimikos Umfeld anders machen können — und warum ist das im Buch so schwer?
  • Welche Rolle spielt Schweigen in der Geschichte, und wo begegnet uns das auch außerhalb des Romans?
  • Wie unterscheidet sich Ijime von Mobbing, wie du es kennst?

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Inhaltshinweis

SUIZID behandelt Mobbing, sexualisierte Gewalt durch eine Vertrauensperson und Suizidalität bei Jugendlichen. Diese Themen werden nicht verherrlicht oder detailliert instruktiv dargestellt, sondern aus der Innenperspektive der Betroffenen heraus erzählt. Wenn dich das Thema persönlich betrifft, bist du nicht allein:

  • Telefonseelsorge (kostenlos, anonym, 24/7): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222
  • Nummer gegen Kummer (für junge Menschen): 116 111
  • [weitere Anlaufstellen ergänzen, z. B. lokale Beratungsstellen]
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